Plastikmüll in unseren Ozeanen

Unsere Meere ersticken im Plastikmüll und nicht nur Plastikmüll belastet unsere Weltmeere, auch Chemikalien, Medikamente und Schadstoffe beeinträchtigen das Leben der Meerestiere. Laut Schätzungen des WWF landen zwischen 207.000 und 353.000 Tonnen pro Jahr im Meer. Diese schwimmenden Müllhalden auf den Meeren werden auf die Größe Mitteleuropas geschätzt. Die Weltmeere haben eine sehr große Bedeutung für unseren Lebensraum und den Fortbestand von Mensch und Tier und brauchen unsere Aufmerksamkeit mehr denn je.

Ein sehr großer Teil an den gigantischen Müllhalden besteht aus Plastik. Bis zum Jahre 2050 vermutet WWF, werden bei nahezu allen Meeresvögeln Plastikteile im Magen zu finden sein. Das Plastik im Magen beeinträchtigt den Verdauungstrakt der Vögel und die Tiere verhungern am ständigen Gefühl gesättigt zu sein. Wale, Robben und Seehunde leiden unter den weggeworfenen Tauen und Netzen, in denen sie sich verfangen und ohne fremde Hilfe kaum entkommen können. Die Tiere nehmen dadurch Schaden und Ihre Lebensräume werden zusätzlich zerstört. Beispielsweise Korallenriffe, sie werden durch die Ablagerung von Plastikmüll beeinträchtigt. Laut mehreren wissenschaftlichen Studien wurden in vielen verschiedenen Fischarten bereits Mikroplastikpartikel gefunden, das z.B. in Kosmetik oder ausgewählten Industrieprodukten eingesetzt wird.

Die größte Ursache des Mülls im Meer ist die massenhafte Verbreitung von Einwegplastik. Zudem existieren in den meisten Schwellen- und Entwicklungsländer keine passenden Recycling oder Müllsammellösungen, um dieses Einwegplastik vom Verbraucher zurückzuholen. Dafür fehlen finanzielle Mittel, sowie eine Infrastruktur der Staaten oder Vorschriften, die Unternehmen und Produkthersteller verpflichten, den Müll fachgerecht zu entsorgen und zu recyceln.
Durch fehlendes Abfallmanagement kann kein richtiges Recycling betrieben werden und hat zur Folge, dass weniger als 50 % des Mülls in den betroffenen Ländern eingesammelt werden kann. In vielen Regionen in Südostasien wird deshalb der Müll tonnenweise über Flüsse, wie zum Beispiel den Fluss Pasig auf den Philippinen, ins Meer gespült. Dieser gilt laut der Organisation Greenpeace als einer, der überwiegend verschmutzen Flüsse weltweit. Der Plastikmüll wird aber nicht nur vom Land über Flüsse ins Meer getragen. Auch in der Fischerei kommt es immer wieder vor, dass Müll mitten auf dem Meer, trotz Gesetze und Verbote, abgeladen wird und es keiner bemerkt.

Der angespülte Müll sieht an den Stränden nicht nur unschön aus, sondern ist auch eine Gefahr für uns Menschen. Sogar die Landwirtschaft leidet stark unter dem angespülten Müll. Sehr große Flächen von Feldern werden durch herangewehte Plastiktüten oder andere Müllteile verschmutzt. Und das sind noch die kleinsten Probleme. Bedrohlicher ist der Kunststoff, der im Wasser Treibhausgase wie Methan und Ethylen produziert. Durch die massenhafte Müllzufuhr in unseren Meeren kommt eine Menge an unkontrolliert freigesetzten Gasen zusammen, die zur Luftverschmutzung beitragen.
Mit einer Aufnahme von circa 30 % der menschengemachten Treibhausgase, sind unsere Meere natürliche und sehr wichtige Luftreiniger, den wir nutzen können. Das Oberflächenwasser absorbiert das Kohlendioxid und wird im nächsten Schritt durch Meeresströmungen und Mischungsprozesse an den Meeresgrund transportiert, an dem sich das CO₂ ansammelt und über lange Zeiträume verschlossen wird. Aktuell nehmen die Meere sowohl CO₂ auf, wie dass sie es gleichzeitig durch die Verschmutzung mit Plastikmüll auch wieder produzieren.

Wie können wir als Verbraucher zur Bekämpfung gegen den Plastikmüll beitragen?

Achte im 1. Schritt darauf, wo bei dir im Alltag Müll entsteht und vermeide es anschließend. Ersetze Einwegplastik durch Mehrwegprodukte – verwende Stofftaschen oder einen Einkaufskorb für den Transport und achte beim Kauf auf unverpackte Lebensmittel. Verwende Glasflaschen, statt Verbundstoffe oder PET-Flaschen und wenn sich der Müll nicht vermeiden lässt, achte auf deine Mülltrennung, damit der Plastikmüll richtig recycelt werden kann.
Jeder kann einen Beitrag leisten, denn Meere zu schützen, beginnt bereits zu Hause.

Gemeinsam mit unserer Schwesterfirma 1CC möchten wir auch einen Betrag dazu leisten und haben uns entschieden, dieses Jahr auf Geschenke und Weihnachtskarten zu verzichten und stattdessen an One Earth – One Ocean e. V. zu spenden und sie bei Ihrer Mission, die Gewässer weltweit von Plastikmüll, Öl und Chemikalien zu befreien, zu unterstützen.

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